Anzeigepflicht für steuerliche Gestaltungen

 

Aktuell erfreuen sich Pläne zur Einführung von Anzeigepflichten derzeit großer Beliebtheit in Deutschland. Bis Ende März 2017 soll ein Vorschlag aufgearbeitet werden, nachdem legale Steuergestaltungsmodelle angezeigt werden sollen, um ggf. frühzeitig bei unerwünschten Effekten gegenwirken zu können. Da sogar das Bundesverfassungsgericht jedem Steuerpflichtigen freistellt, seine Angelegenheiten so einzurichten, dass er möglichst wenig Steuern zahlt, gibt es erhebliche Bedenken gegen die neuen Vorhaben der Bundesregierung. Nicht nur der Bürokratieaufwand, der durch die Menge der alltäglichen Sachverhalte veranlasst ist, tragen zu diesen Bedenken bei. Jeder Steuerpflichtige wird so unter Missbrauchsverdacht gestellt, obwohl nur Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die der Gesetzgeber ins Leben gerufen hatte. Durch zeitnahe Betriebsprüfungen könne weitaus mehr Rechtssicherheit und Erkenntnis zu steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten erreicht werden. So äußerten sich Vertreter der Steuerberater aktuell zum Thema. Vor allem dürfen legale Steuermodelle nicht rückwirkend sanktioniert werden.
 

 

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