Prozesskosten = Nachlassverbindlichkeiten?

 

Das Finanzgericht Düsseldorf (Urteil vom 25.01.2017, 4 K 509/16 Erb) hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob es sich bei Prozesskosten um Nachlassverbindlichkeiten nach den Vorschriften des ErbStG handelt. Es wird gem. Gesetz nicht gefordert, dass diese Kosten in einem zumindest teilweise erfolgreichen Rechtsstreit entstanden sind, um beim Erwerber zur Abzugsfähigkeit zu führen. Vielmehr müssen die Prozesskosten nur im Zusammenhang mit der Erlangung des Erwerbes entstanden sein und nicht notwendig unmittelbar mit den der Besteuerung unterworfenen Vermögensgegenständen zusammenhängen. Aufgrund der dazu ergangenen unterschiedlichen Rechtsprechung anderer Finanzgerichte wurde Revision beim BFH zugelassen, Az. II R 29/16.
 

 

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